LR: 15.02.2007 - Minister in Schlieben

Die Idee «erweist sich schon jetzt als Erfolgsgeschichte»
Schlieben. Nur gut, dass schon der größte Schultrubel am gestrigen Tag vorüber war, als Bildungsminister Holger Rupprecht der Grund- und Oberschule Schlieben am Nachmittag einen Besuch abstattete.
So hatten Lehrer, aber auch einige Schüler und darüber hinaus Unternehmer der Stadt und Vertreter des Schul-Fördervereins die Gelegenheit, sich intensiv dem Gast zu widmen. Das hätten sie aber bestimmt auch zu jeder anderen Zeit getan, denn schließlich hatte der Politiker ein Schriftstück dabei, auf das man schon sehnsüchtig wartete: die Zusage, dass aus dem Landeshaushalt 225 000 Euro zur Unterstützung des Ganztagsprojektes an der Schliebener Schule bereitgestellt werden. Aufgefüllt mit eigenen kommunalen Finanzen stehen damit knapp 300 000 Euro für Baumaßnahmen bereit, die für das Ganztagsangebot bessere Voraussetzungen schaffen sollen.
Schulleiter Jochen Haase hatte zur Begrüßung des Gastes kurz umrissen, was Ganztagsunterricht in der Schliebener Schule bedeutet. Seit Beginn dieses Schuljahres haben die Mädchen und Jungen der Grundschule die Möglichkeit, diese Form an vier Tagen in der Woche zu nutzen. 87 Prozent aller Schüler haben sich aus den 15 Angeboten, die von derzeit 12 Kooperationspartnern unterbreitet werden, ihre Favoriten ausgesucht und versuchen sich zum Beispiel nach dem eigentlichen Unterrichtsschluss im kreativen Gestalten, in der Ersten Hilfe, in Sport-Arbeitsgemeinschaften, im Forscherteam Energie oder als junge Feuerwehrleute. «Es ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte» , freute sich der Schulleiter über diesen super Start, machte aber auch kein Hehl daraus, dass er sich schon wünsche, das Ganztagsangebot noch auf die Sekundarstufe 1 zu erweitern, also auch für die Klassen 7 bis 10 der Oberschule. Die Genehmigung blieb bislang aus, «weil man in der Landeshauptstadt an der Sicherheit des Schulstandortes Schlieben für die weiterführenden Klassen zweifelt» .
Damit war Jochen Haase bei dem Punkt, der ihm, seinen Kollegen und vielen anderen in und um Schlieben die meisten Sorgen bereitet. Aber Minister Rupprecht hatte keine definitive Antwort parat, die diese entkräftigt hätte. Zwar sprach er davon, dass er die Problematik des ländlichen Raumes und der mangelnden Schüler sehe, aber wie man dem konkret entgegen treten werde, davon sagt er nichts. Stattdessen ermunterte er die Schliebener, mit ihren schulischen Vorzügen offensiv zu werben.
Als wenn sie das nicht täten?! Denn zu bieten haben sowohl Grund- als auch Oberschule einiges. Das wird durch das Ganztagsangebot nun noch sinnvoll ergänzt. (sk)

LR: 13.07.2007 -Schliebener weit vorn!

Schliebener laufen ganz vorne mit
Holzdorf. Es ist wie in den Jahren zuvor – viel Teamarbeit, gute Organisation und ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Schülern, Lehrern und Soldaten, die das gemeinsame Sportfest auf der Sportanlage im Fliegerhorst Holzdorf formen.
Am Dienstag nahmen insgesamt 95 Schüler und Schülerinnen aus Herzberg, Schlieben, Jessen und Annaburg an den Sportwettkämpfen teil, die sich einerseits in ihren Paradedisziplinen präsentieren wollten, andererseits unter Wettkampfbedingungen Sportarten annehmen, die ihnen sonst nicht so liegen. Marion Arlt, Lehrerin der Grund- und Oberschule Schlieben, weiß warum das so ist: „Wir nehmen jedes Jahr auch Schüler mit nach Holzdorf, die durch Teamgeist angespornt werden und unter so guten Bedingungen, wie wir sie hier wiederfinden, dann das eine oder andere Mal zu persönlichen Höchstleistungen auflaufen.“ Zwar standen alle Sportler auf der Sportanlage bereit, doch der Regen hatte in den frühen Morgenstunden kein Einsehen. Die 15 Schüler aus Schlieben nutzten deshalb zunächst die nahe gelegene Schwimmhalle, um Schwimmstufen und Schwimmdisziplinen abzulegen, die zum Erfüllen des Deutschen Sportabzeichens notwendig sind. Das Hochspringen sowie das Volleyballturnier mussten komplett in der Sporthalle stattfinden. Erst gegen Mittag, zu Beginn des Fußballturniers, verbesserten sich die Wettkampfbedingungen. „Wir haben in den vergangenen Jahren hier schon alle Wetterkapriolen mitgemacht, von Regen über Kälte bis hin zu strahlendem Sonnenschein bei 30 Grad Celsius auf der Temperaturskala“, sagte Marion Arlt, die am Ende mit den Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden sein kann. Alle haben sich angestrengt und gute Ergebnisse erzielt, vor allem die Läufer über die 1000 Meter-Distanz waren ganz vorn dabei. Sehr zufrieden können auch die Fußballer vom Melan chthon-Gymnasium Herzberg sein. Sie gewannen das spannende Finale nach hervorragenden Leistungen in der Vorrunde gegen die Mannschaft des Stabes der Lufttransportgruppe mit 3:2 und holten sich die Siegertrophäe.
T. Schöne