LR: 12.02.2009 - Bewährtes und Neues

Bewährtes und Neues für Schliebener Schule
Schlieben Am 14. Februar wird es parallel zur Ausbildungsmesse in der Grund- und Oberschule von 14 bis 16 Uhr nochmals einen Schnuppertag, wie bereits im Oktober stattgefunden, geben. Wir fragten den Vorsitzenden des Schulfördervereins, Thomas Hilbrich:
Sie haben ihn Ihrer Funktion als Fördervereinsvorsitzender schon viele solcher Schnuppertage begleitet. Was sind die am häufigsten gestellten Fragen? Vor allem die nach der Erreichbarkeit. Also wie ist der Schülerverkehr geregelt? Wie lange fährt mein Kind von Zuhause bis zur Schule, und was passiert nach Unterrichtsschluss bis der Bus kommt? Diese Fragen stehen oft noch vor den inhaltlichen Fragen des Unterrichts. Was auch verständlich ist, oder? Auf jeden Fall. Wenn ich weiß, dass der Schulweg unangemessen lange dauert, hat es schließlich gar keinen Sinn, sich für diese Schule zu interessieren. Und wie regeln Sie den Schülerverkehr, dass er möglichst für alle Kinder und Jugendlichen zumutbar bleibt? Auf den Strecken, auf denen die Möglichkeiten des Elbe-Elster-Nahverkehrs für Schüler unzureichend sind, regeln wir das über den Förderverein. Auf welche Weise? Wir arbeiten mit Taxi-Unternehmen zusammen, die solche längeren Strecken übernehmen, damit die Schüler zeitnah vor dem Unterricht abgeholt und anschließend auch wieder nach Hause gebracht werden können. Wer finanziert das? Der Förderverein mit Unterstützung einiger Sponsoren, hauptsächlich Firmen. Der Einzugsbereich der Schliebener Schule hat sich vergrößert. Wie viele Orte umfasst er? Es sind jetzt 38 Orte. Angefangen haben wir vor zehn Jahren mit sechs. Welche sind am weitesten von Schlieben entfernt? Im Schönewalder Raum ist es Hartmannsdorf, kurz vor Teltow-Fläming. In Richtung Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain haben wir Kinder aus Werenzhain, Arenzhain, Prießen und Buchhain. Welche Summe muss der Förderverein dafür zur Verfügung stellen? Etwa 4000 Euro pro Jahr. Deshalb sind wir auch sehr froh, dass wir uns solche Einnahme-Quellen wie das Maisfeld-Labyrinth geschaffen haben. Das half uns im Vorjahr sehr und hat außerdem sowohl den Schülern als auch allen beteiligten Erwachsenen viel Spaß gemacht. Wird es in diesem Jahr erneut ein solches Labyrinth geben? Auf jeden Fall wird es wieder ein Projekt geben. Wir überlegen noch welches. Eine Entscheidung fällt demnächst in unserer Jahreshauptversammlung. Ein Maisfeld könnten wir nicht wieder an derselben Stelle anlegen, andere Flächen wären zu weit entfernt. Doch wir lassen uns etwas Interessantes einfallen. Wie viele Mitglieder hat der Schulförderverein? 40 sehr engagierte Frauen und Männer. Und wie viele Jahre besteht er bereits? Lassen Sie mich rechnen. (Er überlegt, schaut in den Gründungsunterlagen nach). Also ich finde hier als Eintrag den 22. Juni 1999. Das bedeutet, 2009 das zehnjährige Jubiläum zu feiern … Das stimmt allerdings. Wie schnell doch die Zeit vergeht! Ein Anlass also, das Jubiläum zu würdigen? (Er schmunzelt.) Bestimmt lassen wir uns etwas einfallen. Gespräch: Gabi Zahn

LR: 21.04.2009 - Baumspende

Wasserversorger OEWA in Schlieben spendet Bäume
Schlieben Fünfzig Hainbuchen, ein Apfel- und ein Birnbaum sowie zwei Sommerflieder waren Bestandteil einer Spende der OEWA Wasser und Abwasser GmbH an die Grund- und Oberschule Schlieben.
Während die Hainbuchen nach ausreichend Wachstum später zu einer Laubhütte gebunden werden sollen, finden sich die Obstbäume im "grünen Klassenzimmer" der Schule wieder.
Unmittelbar angrenzend an das alte Schulhaus, bietet es Lehrern und Kindern bei schönem Wetter eine perfekte Gelegenheit, naturkundliche Inhalte im Freien zu unterrichten. Den innerhalb der Umzäunung befindlichen Teich hatten Eltern und Lehrer schon bei einem ersten Arbeitseinsatz im März hergerichtet. Am vergangenen Samstag galt es nun, die Pflanzen in die Erde zu bringen und letzte Feinheiten vorzunehmen. Eine Aufgabe, bei der besonders Eltern und Schüler der dritten Klasse und deren Lehrerin Heike Freiwald in Aktion traten. Mit dem Projekt beteiliget sich die Schule an einem landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb, der unter dem Motto „Wir machen's grüner“ steht.

Dabei gilt es, einen öffentlich viel genutzten Ort neu zu gestalten oder wieder herzurichten und zu beleben. Die Bewertung der Arbeiten wird im Sommer durch eine fachkundige Jury vorgenommen.

Grund für die Spende ist ein Projekt, mit dem die OEWA-Auszubildenden beim Sächsischen Landeswettbewerb zur Umsetzung der Agenda 21 den zweiten Platz belegt hatten. Die Lehrlinge schlugen vor, als Kompensationsbeitrag zur Kohlendioxidemission insgesamt 6500 Bäume auf den Grundstücken der wasserwirtschaftlichen Anlagen oder andernorts im Tätigkeitsgebiet der OEWA bis Ende 2009 zu pflanzen. Umweltschutz wird auch in der Schliebener Grund- und Oberschule groß geschrieben. „Respekt vor der Natur und die Entdeckung der Umwelt sind feste Bestandteile des Schulunterrichts. Deshalb und weil regionales Engagement für uns selbstverständlich ist, haben wir uns entschieden, der Schule einige Bäume zu schenken“, erklärt OEWA-Ausbilder Uwe Merkel. Die Schüler sollen ermuntert werden, ihr grünes Umfeld mitzugestalten. gü/red

EER: 07.05.2009 - Konjunkturpaket

So sollen die Konjunkturmittel in Schlieben eingesetzt werden
Schlieben Nach Projekten, mit denen die Mittel des Konjunkturpaketes II in Schlieben helfen können, die gegenwärtige Situation zu verbessern, brauchten die Schliebener Fachämter und Abgeordneten nicht lange suchen.
07.05.2009
Investitionsstau gibt es noch vielerorts in der Stadt, doch nicht alles lässt sich mit den Auflagen, wie die Gelder zu verwenden sind, vereinbaren. Deswegen sollte alles gut durchdacht sein, bevor die von Schlieben favorisierte Liste dem Landkreis übermittelt wurde. Das ist nun geschehen.
Für Investitionen mit dem Schwerpunkt Bildungsinfrastruktur werden vor allem Projekte gefördert, die energetisch nachhaltig wirken. Insgesamt 88 380 Euro werden dafür als Fördermittel ausgereicht. Das sind 90 Prozent der Gesamtkosten. Die restlichen zehn Prozent hat die Kommune aufzubringen. In Schlieben sind dafür folgende Dinge geplant:
Wärmedämmung am Haus II oder III der Schule,
Erneuerung der Heizkreisregelung, Pumpen und Ventile in der Kita „Fröhliche Kellergeister“ und in der Grund- und Oberschule Schlieben,
Erneuerung der Fenster im Haus I (Turm) und im Lehrerzimmer der Schule
Erneuerung der Eingangstüren im Haus I und in der Küche der Schule.
Insgesamt 60 660,90 Euro – wiederum 90 Prozent der Gesamtkosten – gibt es für die Verbesserung der Infrastruktur in der Stadt. Dies soll durch folgende Maßnahmen geschehen:
Gestaltung und Befestigung des Umfeldes der Turnhalle in Schlieben;
Sanierung der sanitären Anlagen im Schliebener Rathaus sowie im „Ratskeller“ und die Sanierung der Beleuchtung im „Ratskeller“;
Dacheindeckung des Vier-WE-Blocks in der Herzberger Straße 11 in Schlieben;
Neubau eines Spielplatzes in Schlieben-Berga. gz

LR: 04.12.2009 - Projekttage

Was Kinder über Australien lernen und warum der Nudelbaum gewinnt
Schlieben . Wie ihre Kinder im Unterricht lernen und was sie an zwei Projekttagen alles auf die Beine stellen können — davon überzeugten sich kürzlich zum „Tag der offenen Schultür“ viele Eltern und Großeltern. Einige Eltern, wie die des fünfjährigen Alec Drasdo aus Polzen, nutzten die Gelegenheit, sich die Schule vor der Einschulung schon einmal anzusehen.
Im Haus III konnten die Gäste einen Blick in die Fachräume werfen. Im Fach Chemie zum Beispiel demonstrierte Lehrerin Birgit Zaack kleine Versuche. Schüler wie die Schliebenerin Lysannn Becker und Henrike Herrmann aus Kolochau stellten ihren Eltern den Raum vor, in dem sie im Schwerpunktunterricht der 5. Klasse einmal in der Woche experimentieren.

Die Schüler gaben auch Auskünfte über verschiedene Projekte. Sie zeigten eine Fülle zusammengetragener Materialien, die nachhaltig im Unterricht Verwendung finden sollen. So arbeiteten die Kinder klassenübergreifend am Teilprojekt „Australien“. In englischer Sprache entstanden Anschauungsmaterialien zum Land, selbst gebastelte Musikinstrumente, zum Beispiel ein Didgeridoo, oder auch ein Bumerang.
Die 7. Klasse beschäftigte sich mit dem Lernmethodentraining und gestaltete die Ergebnisse bildlich. Was die 8. Klasse zum Thema Mauerfall zusammengetragen und wie geschickt sie damit die Wände gestaltetet hatte, beeindruckte die Eltern sehr. Plakate mit Aufschriften wie „Die Mauer muss weg“ oder „Keine Gewalt“ bis hin zu „Wehe dem, der lügt“ hatten die Schüler im gesamten Haus angebracht.

Im Biologieraum verwies Lehrerin Marina Wobser stolz auf den Zeitstrahl, der die Entwicklung dieses Fachgebietes von 2800 vor Christi bis erst einmal 1983 zeigte. Aber auch Plakate zum Thema Sucht gaben anschaulich wieder, wie umfangreich sich die Jugendlichen der 8. Klasse mit dem Rauchen, dem Internet, Kaffee oder Cannabis beschäftigt hatten.

Auf alle Besucher wartete noch eine besondere Aufgabe. Sie sollten aus sieben Exemplaren den schönsten Weihnachtsbaum auswählen. Diese waren themenbezogen dekoriert. Es gab einen Geister- und einen Sommerbaum sowie zwei für die Tiere des Waldes. Auf dem Siegertreppchen standen letztlich die Gestalter des Nudelbaumes. Allein die Idee fand riesigen Zuspruch.

Krönender Abschluss des Tages war der Talentewettbewerb. Mehr als 30 Kinder der 3. bis 6. Klasse spielten Mundharmonika, Block- und Querflöte, Gitarre, Trompete oder zeigten einen Sketch. Serena Nittmann