LR: 24.01.2011
Auf Europatour quer durch die Schliebener Schule
Von Spanien über Frankreich, Italien nach Russland, Großbritannien, Spanien und schließlich Griechenland durchquert Familie Haufe aus Malitschkendorf am Samstag die Schliebener Grundschule. In jedem der Klassenzimmer präsentieren die Schüler Ergebnisse ihrer Projekttage, die das Ziel haben, europäische Länder besser kennenzulernen.
Es ist ein »Schnuppertag« im wahrsten Sinne des Wortes, denn aus jedem Raum duftet es nach landestypischen Leckereien. Als die Familie im Flex-Klassenraum ist, staunt Tochter Sina, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen in Italien gern mit Kugeln spielen - was sie »Boccia« nennen. Das Mädchen besucht zurzeit die Vorschule und soll bald die Zuckertüte bekommen. Mutter Doreen sorgt sich zwar etwas, weil Sina noch recht zart ist, sagt aber: »Wenn sie in die Schule kommt, ist sie hier in Schlieben gut aufgehoben.«
Familie Graf aus Kolochau zieht es bewusst ins Flex-Klassenzimmer. Tochter Maleen wurde vor einem halben Jahr eingeschult, und die Eltern sehen den gemeinsamen Unterricht der 1. und 2. Klasse mit etwas Skepsis. »Wir waren nicht so begeistert, können aber bis jetzt nichts Nachteiliges sagen«, sagt Vater Kai-Uwe Graf. Horterzieherin Anke Becker hat ebenso wie die Lehrerinnen jede Menge Fragen zu beantworten, und sie hört auch viel Anerkennendes: »Toll, was Ihr alles macht. Unsere Kinder werden gewiss mal klüger als wir.« Ins Nachbarhaus zum Oberschul-Bereich zieht es vor allem Schüler der 6. Klassen und deren Eltern, die sich über den Unterricht und die Ganztagsangebote informieren wollen. Zwei interaktive Schultafeln werden ebenso bestaunt wie die Ergebnisse der Projekte, die sich der Berufsfindung widmen. »Theorie ist wichtig, aber nur eine Seite. Deshalb ist das Praxislernen umfassender Bestandteil des Unterrichts«, zeigt Schulleiter Jochen Haase auf. Die Zusammenarbeit mit Firmen sei intensiv. Große Resonanz findet die »Berufsentdeckungstournee«, ebenso wie das Projekt »Schüler trifft Chef«, das die Wirtschaftsförderung des Landkreises angeregt hat. Kein Wunder also, dass der zur gleichen Zeit auf dem Schulgelände stattfindende »Tag der Berufe«, ebenfalls riesigen Zuspruch hat.
Gabi Zahn/gzn1
LR: 25.01.2011
Noch größeres Interesse an 5. Schliebener Tag der Berufe
Die Schornsteinfeger erzählen begeistert von ihrer abwechslungsreichen Arbeit. »Einige Jugendliche haben Info-Material mitgenommen. Vielleicht gibt es ja Bewerbungen«, hofft Thomas Below. Als sprichwörtliche »Glücksbringer« für den Berufstag wird die Anwesenheit der beiden ohnehin von den mehr als 300 Besuchern wahrgenommen. Ein Großteil nutzt die zwei Stunden von der ersten bis zur letzten Minute, um möglichst viele Informationen zu sammeln. Die im Unterricht vorbereiteten Fragebögen füllen sich mit vielen Notizen.
Der Zuspruch zu dieser Aktion, die von der Schule, von der Stadt und vom Amt Schlieben sowie von den Betrieben organisiert wird, ist im fünften Jahr erneut gestiegen. »Schlieben will der Situation vorbeugen, dass wieder viel zu viele Jugendliche weit entfernt vom Wohnort ihre Ausbildung suchen, obwohl doch die Unternehmen in der Region guten Facharbeiter-Nachwuchs händeringend brauchen«, verdeutlicht Amtsdirektorin Iris Schülzke (parteilos).
Das ist nicht nur bei den Schornsteinfegern und in der Landwirtschaft so, sondern auch im angeblichen Traumberuf Friseur. Deshalb ist auch Wieslawa Heydel-Waberska aus Finsterwalde, die in der Region fünf Salons betreibt, mit aufwendigen Präsentationen erstmals vor Ort: Schaufrisieren, Schminken, und wer will, darf sich an Modellköpfen selbst versuchen. »Wir brauchen Bewerbungen, die den Anforderungen an den Beruf Stand halten«, sagt die Friseurmeisterin. Sie bietet außerdem zwei Praktikas für Schulabsolventen an, die noch ohne Ausbildungsplatz sind.
Weil die Schliebener Schule mit ihrem praxisorientiertenLernen dafür bekannt ist, dass Schülern hinsichtlich der Berufswahl keine Flausen in den Kopf gesetzt werden, beteiligen sich die Unternehmen gern am Präsentationstag. Die Firma Vietzke Metallprodukte GmbH & Co. KG zählt mit zu seinen Begründern.
»Wir bilden Konstruktionsmechaniker aus«, lässt Vietzke-Mitarbeiter Silvio Seehausen wissen. An seiner Seite hat er Ronny Drasdo, der kurz vor der Facharbeiter-Prüfung steht und erklärt, was die Ausbildung voraussetzt: unter anderem den Abschluss der 10. Klasse, mindestens eine Drei in Mathe und Physik.
»Endlich klarer« sieht Loreen Schütze aus Schlieben jetzt ihren weiteren Ausbildungsweg. Die für sie wichtigen Informationen bekommt sie am Stand des Oberstufenzentrums (OSZ) Elbe-Elster von Margitta Seifert. Das Mädchen will OP-Schwester werden und sich jetzt am OSZ bewerben.
Christopher Kuhl aus Trebbus erkundigt sich intensiv bei Polizeihauptmeister Detlev Teske über Ausbildungsmöglichkeiten im gehobenen Dienst. Auch am Stand der Bundeswehr wird rege nachgefragt.
Die Vertreter der BASF Schwarzheide, der Landwirtschaftsbetriebe, der AOK, des Elbe-Elster-Klinikums und des Seniorenzentrums Albert Schweitzer hoffen nun ebenso wie Katrin Raschdorf von der Gourmet-Fleischerei Herzberg und andere Firmenvertreter auf gute Bewerbungen.
gzn1
LR: 02.02.2011
Schliebens Nachwuchs erfolgreich
Kreisklasse, Jugend U 14: ESV Lok Falkenberg I – TSV Schlieben 1468:1532 Im Rückspiel beim ärgsten Widersacher in Falkenberg haben beide Mannschaften sehr gute Leistungen geboten. Im ersten Durchgang spielte für Schlieben Rico Zingraf mit 403 Kegeln Mannschaftsbestleistung und auch Lysann Becker erreichte mit 374 Kegeln einen persönlichen Rekord.
Für den Gastgeber konnte Christopher Heyse mit 318 Kegeln noch nicht mithalten, aber Max Schmidt erreichte mit 354 Kegeln ein ordentliches Ergebnis.
Dieses Ergebnis bedeutete schon eine kleine Vorentscheidung, denn Schlieben hatte einen Vorsprung von 105 Kegeln. Im letzten Durchgang spielten Florian Zurawski mit 386 Kegeln und Tagesbester Justin Lorenz mit guten 410 Kegeln noch starke Ergebnisse, doch auch die Gäste mit Lena Boche (173) und Monique Susgin (187). Beide zusammen schafften mit 360 Kegeln eine Bestleistung. Marc Jäschke hielt mit soliden 395 Kegeln dagegen, sodass am Ende ein Plus von 64 Kegeln für Schlieben blieb. Damit ist der TSV im siebten Spiel hintereinander ungeschlagen und führt weiterhin die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an.
Bemerkenswert ist noch, dass beide Ergebnisse für die jeweilige Mannschaft ein neuer Rekord war.
Mahling/hmh1
LR: 28.05.2011
Zu den 51 Brandenburger Schulen, die in diesen Tagen als „Schule mit hervorragender Berufsorientierung 2011“ ausgezeichnet werden, gehören auch fünf Bildungseinrichtungen aus Elbe-Elster: die Oberschule Finsterwalde, die Ganztagsschule mit Förderschwerpunkt „Lernen“ in Finsterwalde, das Berufliche Gymnasium am Oberstufenzentrum Elbe-Elster in Falkenberg, die Grund- und Oberschule in Schlieben sowie die Grund- und Oberschule in Herzberg.
Leicht zu „verdienen“ war dieser Titel, den das „Netzwerk Zukunft“ alle zwei Jahre vergibt, nicht.
Die Juroren, zu denen Vertreter der Partner des Netzwerkes wie die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, die Vereinigung der Unternehmerverbände oder auch die Agentur für Arbeit gehörten, schauten beim zweistufigen Bewerbungsverfahren genau hin und fragten vor Ort sehr gezielt nach.
Die Auszeichnungen werden am 15. Juni im Rahmen einer Veranstaltung der Cottbuser Handwerkskammer überreicht.
LR: 25.06.2011
Schliebener stellen sich einem fast echten Bewerbungsgespräch
Im Unterricht sind die Mädchen und Jungen gezielt auf diese Herausforderung vorbereitet worden. Das begann bei Hinweisen, wie eine Bewerbung auszusehen hat, und reichte bis zu ersten Tipps für das Gespräch.
„Die Jugendlichen haben aufgelistet, welche beruflichen Vorstellungen sie haben. Anhand der Übersicht suchten wir zielgerichtet Partner für das Bewerbungsgespräch. Nicht jeder einzelne Wunsch konnte berücksichtigt werden, aber der Mehrheit der Schüler konnte ein passender Betrieb zugeordnet werden “, berichtet Amtsdirektorin Iris Schülzke, die bei der Organisation des Tages mitgeholfen hat. „Ich weiß, dass die Unternehmer vor Ort an Kontakten mit Jugendlichen interessiert sind. Viele würden sich über Nachwuchs aus der Region freuen. Wir wollen mit der Aktion gemeinsam aufzeigen, dass es auch hier in der Region Arbeit und Lehrstellen gibt.“ Sie hoffe, dass sich für die Schüler damit Perspektiven vor Ort aufzeigen und manchem vielleicht in einem Jahr doch noch ein Lehrvertrag winkt. -sk-
Marius Wolf (r.) wusste dabei seine Gesprächspartner zu überzeugen. Er stellt sich seine Zukunft als zahnmedizinischer Fachangestellter vor. Ein Praktikum in einer Schönewalder Zahnarztpraxis hat ihn dafür begeistert.
Text/Foto: Sylvia Kunz
LR: 07.09.2011
Schüler schauen Chefs über die Schulter
Paul Nogatz aus Stechau hatte das Angebot „Schüler trifft Chef“ im vorigen Jahr so gut gefallen, dass er diesmal wieder dabei war. Und da störte es den 15-Jährigen nicht, dass er aus seiner Schliebener Oberschule der einzige war, der an diesem Dienstag die Schulbank mit einem Besuch in einem Unternehmen seiner Wahl tauschte. Nach der Agrargenossenschaft Werenzhain in Trebbus, wo sich Paul im vorigen Jahr umsah, interessierte ihn diesmal die Schlieper für Landmaschinen GmbH in Sonnewalde. Für Paul, inzwischen Schüler der 9. Klasse, scheint klar zu sein: Sein Berufsleben soll sich auf alle Fälle in der Landwirtschaft abspielen. Hatte er zu Beginn der Ferien schon ein Praktikum in der Schliebener Agrargenossenschaft absolviert und dort mit moderner Technik Bekanntschaft gemacht, so zeigte ihm Kundendienstleiter Kenneth Weber bei „Schüler trifft Chef“ die „großen Brocken“, die in der Sonnewalder Landmaschinen GmbH bereitstehen. Um 7 Uhr war Dienstbeginn. Kenneth Weber, der nach seiner Ausbildung zum Großhandelskaufmann von der Schliebener Firma übernommen worden war, ist überzeugt: „Wir wollen als Unternehmen auch weiterkommen. Und da ist es jetzt anders als noch vor fünf, sechs Jahren. Wir müssen rechtzeitig auf die jungen Leute zugehen. Dafür ist ,Schüler trifft Chef' gut geeignet.“ An die Adresse von Paul Nogatz bemerkte er: „Wenn Du in der 10. Klasse hier ein Praktikum machen willst, sind Deine Chancen natürlich größer als für jemanden, den wir nicht kennen. Ruf' dann einfach an.“ Im Sonnewalder Unternehmen und dessen Filiale in Sachsen-Anhalt werden gegenwärtig insgesamt 13 Lehrlinge ausgebildet.
Text/Foto: Gabi Böttcher

