- gekürzte Fassung von 2011 -
Das Leitbild
- Fach-, Methoden-, Lern-, Sozial- und Handlungskompetenzgewinn für jeden Schüler im Laufe seiner Schulzeit
- Verbesserung der Qualität der Unterrichtsarbeit und der Arbeitsbeziehungen durch Lehrerprofessionalität und Personalentwicklung
- Einbeziehung des regionalen und kommunalen Umfelds in die schulische Arbeit
- Kontinuierliche Evaluation der pädagogischen Arbeit
- Standortsicherung im bevölkerungsarmen Raum durch gute Bildungs- und Erziehungsarbeit
Das Schullogo
Das Schullogo trägt programmatischen Charakter.
Wesentliche inhaltliche Aspekte unserer schulischen Arbeit kommen in ihm zum Ausdruck. Die drei eine Einheit symbolisierenden Ringe stehen für:
- Vermittlung von Wissen und Kompetenz
- Schule - offen und lebensnah
- Vorbereitung auf die künftige Berufsausbildung
Unser Leitbild lässt sich am besten mit dem Schliebener Haus des Lernens beschreiben.
Aufbauend auf einer guten Qualität der Lehr- und Lernprozesse soll durch die Gestaltung weiterer Qualitätsmerkmale bzw. den Unterrichtsbaustein flankierender schulspezifischer Bereiche die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden.
Kompetenzen sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen. Und über diese Schlüsselqualifikationen sollen unsere Schülerinnen und Schüler verfügen, wenn sie die Schule verlassen, um dann in den späteren Bildungs- und Ausbildungsverhältnissen und möglichst weit darüber hinaus auf diese zurückgreifen zu können.
Die Schulentwicklungsgruppe (Steuergruppe) koordiniert die dafür notwendigen Prozesse.
Pädagogische Grundsätze
Bildung und Erziehung im Unterricht
- Methodenbewusstes und nachhaltiges Lehren und Lernen
- Schülerorientierung in der Unterrichtsarbeit
- Aktives und selbstständiges Handeln der Schülerinnen und Schüler fördern und fordern
- Durchsetzung des erweiterten Lernbegriffs (Entwicklung der Kompetenzbereiche)
- Konsequente Umsetzung der schulinternen Lehrpläne
- Variabler Einsatz neuer Medien im Unterricht (Medienkonzept)
- Integration von Kinder mit Förderbedarf
- Leistungsdifferenzierte Formen des Unterrichts (Binnendifferenzierung) für leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler
- Eingliederung von Kindern mit bestimmten Bedarfen
- Evaluation schulischer Ergebnisse
- Gewährleistung einer durchgängigen beruflichen Orientierung in der SEK I
- Leseförderung als verbindliche Aufgabe in allen Fächern
Bildung und Erziehung im Schulleben
- Aktive Beteiligung der Schülerinnen/Schüler und Eltern am Schulleben und in den Gremien; Grundsätze der Zusammenarbeit
- Engagement in Schulveranstaltungen und Projekten
- Gestaltung der Schule als Lebensraum und Einbindung als solcher in die Region
- Werteerziehung als grundsätzliche Handlungsmaxime
- Schaffung eines positiven Gesamteindrucks von der Schule
- Intensive Öffentlichkeitsarbeit
- Schulzufriedenheit aller Beteiligten
- Übergangsgestaltung an schulischen Nahtstellen (Ü1, Ü3, Ü5, Ü7, ÜSEK II)
Die Situation (Ist)
Stärken liegen in folgenden Bereichen:
- Vorhandensein schulinterner Lehrpläne mit abgestimmten Zielen und Inhalten
- Effektive Planung der Unterrichtsorganisation
- Unterricht ist strukturiert und methodisch vielfältig
- Pädagogisches Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer fördert positives Klassen- und Arbeitsklima
- Schule überstützt und fördert die Schülerinnen und Schüler im Lernprozess
- Transparentes Konzept für Leistungsanforderungen, -kontrollen und –bewertung
- Unterstützung und Förderung der individuellen Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
- Aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern am Schulleben
- Kooperation der Schule mit außerschulischen Partnern und anderen Schulen der Region
- Stärkung der Schulgemeinschaft durch Vorbildwirkung und Verantwortung des Schulleiters
- Planung der Maßnahmen zur Unterrichtsorganisation effektiv und transparent für alle Beteiligten
- Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler, der Eltern, der Lehrerinnen und Lehrer
- Förderung der Teamentwicklung im Kollegium
Schwächen und Verbesserungsschwerpunkte:
- Unterstützung eines aktiven Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler im Unterricht durch die Lehrkräfte
- Methodisch differenziertes unterrichtliches Vorgehen der Lehrerinnen und Lehrer als Grundlage für einen zielgerichteten Lernprozess
In Auswertung der Visitation wurde durch die Lehrerkonferenz vom 24. 05. 2007 ein Orientierungsrahmen für die Unterrichtsarbeit beschlossen.
In den DAQ wurden/werden die Visitationsergebnisse thematisiert und Ziele/Maßnahmen abgeleitet.
Soziale Bedingungen und Lernausgangslagen
Die Schule arbeitet im Schuljahr 2011/12 mit 13 Regelklassen und zwei FLEX- Klassen.
4 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden in den Klassenstufen 4, 6, 8 und 10 beschult. Förderschwerpunkte sind Hören, Lernen oder emotionale und soziale Entwicklung.
Die Zahl der Wiederholer war mit 5 Schülerinnen und Schülern im letzten Schuljahr gering. In der SEK I lernen fast ausschließlich Schüler mit der Bildungsgangabschlussprognose FOR bzw. EBR. Erfreulich ist der dann im Vergleich dazu mit einem über 40% hohe Anteil von Abschlüssen mit der Berechtigung zum Besuch der GOST.
Alle Schüler konnten 2011/12 einen Schulabschluss erreichen. Die Prüfungsergebnisse lagen über dem Landsdurchschnitt.
Mehr als 70% der Schliebener Schülerinnen und Schüler sind als "Fahrschüler" auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Die Fahrzeiten belaufen sich auf max. 51 Minuten. Insgesamt besuchen Schülerinnen und Schüler aus 43 Orten die Einrichtung aus einem vergleichsweise großen Gebiet.
Soziale Brennpunkte lassen sich regional nicht feststellen, der Raum ist ländlich geprägt. Viele Eltern pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort. Dennoch sind durchaus Unterschiede in der Finanzausstattung der Familien erkennbar. Die Schule ist - bezogen auf den großen Einzugsbereich - ein wichtiges Bildungszentrum in der Region.
Ausstattung der Schule mit Lehrkräften und weiterem Personal
An der Grund- und Oberschule Schlieben sind im Schuljahr 2010/11 insgesamt
26 Lehrerinnen und Lehrer sowie 1 Gastlehrer beschäftigt.
In den letzten Schuljahren hat sich die Zusammensetzung des Lehrerkollegiums stärker verändert, etwa 30 % der Lehrerinnen und Lehrer sind neu an die Schule gekommen.
Fachlehrerbedarf besteht z. Zt. im Fach Geschichte (Gastlehrerin).
Weiterhin arbeiten an der Schule zwei Hausmeister, eine Sachbearbeiterin, eine Schul-
sozialarbeiterin – die vom Arbeitslosenverband vermittelt wurde -, Hortnerinnen und eine Bibliothekarin.
Standortbedingungen
Die Grund- und Oberschule "Ernst Legal" befindet sich in der Bahnhofstraße 3 nahe dem Stadtzentrum. Alle drei Häuser des Schulkomplexes sowie die Turnhalle wurden nach 1990 in großen Teilen von innen und außen modernisiert. In regelmäßigen Abständen werden Räume und Flure renoviert.
Der Schulhof wurde ansprechend gestaltet. Eltern und der Förderverein der Schule unterstützten diese Maßnahme.
In den Räumlichkeiten der Schule sind auch der Hort, die Musikschule und eine öffentliche Bibliothek untergebracht.
Im Haus IV befindet sich der Speisesaal, in dem das Mittagessen eingenommen wird.
In den Häusern I und II wird nach dem Klassenraumprinzip unterrichtet. Fast jeder Klassenraum ist mit Computerinseln ausgestattet.
Die Sekundarstufe I lernt in den Unterrichtsräumen des Hauses III. Hier wird sowohl nach dem Fachraum- als auch nach dem Klassenraumprinzip unterrichtet.
Ein Medienraum mit 17 Arbeitsplätzen, ein Laptopschrank und mehrere "Computerinseln" ermöglichen die Nutzung moderner Technik im Unterricht. Zwei interaktive Whiteboards sind im Einsatz.
Die Turnhalle und der Sportplatz befinden sich direkt auf dem Gelände der Schule.
Die Evaluation
Die schulinterne Evaluation erfolgt in den Gremien und Zusammenkünften während des gesamten Schuljahres. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in den Gremien bekannt gegeben.
Fachkonferenzen
- halbjährliche Lernstandsanalyse innerhalb der Jahrgänge
- Auswertung , Vergleich und Fehleranalyse der Klassenarbeiten
- Analyse von Vergleichsarbeiten, diagnostischen Tests sowie Prüfungsergebnissen in Klasse 10
- gegenseitige Hospitationen von Fachkollegen
- jährliche Ganztagsevaluation
Klassenkonferenzen
- Lernstandsanalyse der Schüler einer Klasse in Verantwortung des Klassenleiters
- (Erhebung 4x im Jahr, mit Information an die Eltern)Ermittlung der Lernentwicklung leistungsschwacher Schüler entsprechend der Förderpläne (verantwortlich: Klassenleiter, Fachlehrer)
Schulentwicklungsgruppe
- Evaluationsbögen für Eltern und Schüler zum
- Diskussionsforen mit Kooperationspartnern zum Praxislernen
- Kooperationsberatung mit Partnern im offenen Ganztag
- Einschätzung der Gremienarbeit
- Überprüfung und Fortschreibung des Schulprogramms
Veröffentlichung
Das Schulprogramm wird nach Abschluss der Evaluation wieder veröffentlicht
Der Schulprogrammprozess
Schulprogrammarbeit wird an der Grund- und Oberschule Schlieben spätestens seit der Teilnahme am Projekt "Stabilisierung von Gesamtschulen im ländlichen Raum" vom Jahre 1994 betrieben.
Mit der Festschreibung verbindlicher Inhalte der Rundschreiben 26/04 sowie 8/09 wurde der damit verbundene Entwicklungs- und Evaluierungsprozess neu initiiert, Materialien überarbeitet bzw. neue Arbeitsschwerpunkte formuliert.
Mit dem Schuljahr 2006/2007 begann die Phase der umfassenden Neuformulierung des Schulprogramms auf der Grundlage nachfolgenden Zeitplanes:
- Bildung einer Steuergruppe zum Schuljahr 2006/07 – Lehrerkonferenzbeschluss im Mai 2006
- Erstellung eines Arbeitsplanes der Arbeit der Steuergruppe (Anfang September 2006)
- Formulierung der Arbeitsschwerpunkte (Sollstand), Abstimmung in den Gremien 2006
- Schulprogrammerstellung und Fortschreibungsmodus Mai 2007
- Gremienbeschluss Juni 2007
- Evaluation und Fortschreibung
Einzelne Arbeitsschwerpunkte werden in jeder Schulentwicklungsgruppensitzung (Steuergruppe) evaluiert, notwendige Aktivitäten eingeleitet und die Gremien in die Fortschreibung einbezogen.
Da sich diese Vorgehensweise bewährt hat, soll in dieser Form auch in den kommenden Jahren verfahren werden.

